Ein Windrad steht im Walde…

„Der Wald ist einer unserer kostbarsten Schätze, die wir haben und zum Leben brauchen.
Ihn zu schützen und Menschen für seinen Schutz zu begeistern,
ist eine Aufgabe, die uns täglich aufs neue motiviert.
Und das mittlerweile seit 70 Jahren.“

So heißt es auf der Website der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Schlüchtern.

Wir fragen uns allerdings, wie sich diese hehren Worte mit der geplanten Waldzerstörung durch Windindustrieanlangen in den Brandensteiner Forsten verträgt, die offenbar auch vom Vorstand der Schlüchterner Schutzgemeinschaft gedeckt wird.

In einem Positionspapier des Landesverbandes Hessen der Schutzgemeinschaft heißt es :

Kritisch sieht es die SDW Hessen allerdings, dass diese Windenergieanlagen verstärkt im
Wald errichtet werden [Anmerkung: Inzw. zu rd. 90%!]. Die SDW sieht daher die Standorte für Windenergieanlagen im Wesentlichen außerhalb des Waldes, nicht zuletzt auch deshalb, weil der nachhaltig genutzte
Wald selbst eine CO2-Senke darstellt und weil er gleichzeitig eine Vielzahl von landeskultu-
rellen und sozialen Aufgaben zu erfüllen hat. […]

Windenergieanlagen können zu empfindlichen Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes, des
Landschaftsbildes und der Lebensqualität sowie der Erholungsfunktion führen.

Der Bau von Zuwegungen und Standflächen für Windenergieanlagen zerstört den besonde-
ren Charakter geschlossener Wälder. Hinzu kommt, dass künstlich geschaffene Offenflächen
und Waldrandstrukturen z.B. für Fledermäuse bei der Nahrungssuche wegen des hohen In-
sektenaufkommens besonders attraktiv sind. Für Fledermäuse und Vögel kann somit ein
verstärktes Kollisionsrisiko an den Rotorblättern der Windkraftanlagen entstehen. […]

Windenergieanlagen im Wald bedürfen einer besonders kritischen Prüfung im Hinblick auf
Waldstabilität, sensible Waldlebensgemeinschaften, Landschaftsbild und Erholungswert,
Natur-, Boden- und Kulturdenkmalen, regionaler Waldanteil sowie Erschließung Flächenver-
brauch, Ersatzaufforstungen
Aufgrund des komplexen Sachverhaltes kommt den Gutachten zum Umwelt- und Natur-
schutz in den Genehmigungsverfahren eine entscheidende Bedeutung zu.

Dem letztgenannten Punkt kommt besondere Bedeutung zu, da die Windindustrie stets Auftraggeber der Gutachten ist, und, wie sich erst unlängst beim „Baumklopfer-Skandal“ zeigte, Gutachter natürlich ein existentielles Interesse daran haben, möglichst keine „Problemvögel“ wie den Rotmilan im Projektgebiet nachweisen zu müssen. Je mehr Problemmacher sie finden, desto geringer die Wahrscheinlichkeit von Folgeaufträgen.

Die erwähnte Funktion der Wälder als Co2-Senke wirft ein besonderes Schlaglicht auf die Problematik. Am 11. März 2011, dem Tag der Fukushima-Katastrophe, veröffentlichte der heute völlig windwahnbesoffene BUND einen „Fünf-Punkte-Plan für den Wald der Zukunft“. Darin heißt es unter Punkt 4:

4. Wälder als Kohlenstoffsenken für den Klimaschutz erhalten

Im deutschen Wald wird immer weniger klimaschädliches CO2 gespeichert. Hauptursache dafür ist der drastisch gestiegene Holzeinschlag von 40 Millionen Kubikmetern in 2001 auf rund 70 Millionen in 2008. Vor 20 Jahren speicherte der Wald in Deutschland noch acht Prozent der industriellen Emissionen. Danach sank die jährliche Kohlenstoffbindung von 17 Millionen Tonnen Kohlenstoff auf 4,7 Millionen Tonnen.
Heute hat dieser vorgebliche Naturschutzverband mit dem Schutz der Wälder nur noch wenig am Hut. Einerseits soll Co2 in der Atmosphäre gesenkt werden, andererseits propagiert man gigantische Waldzerstörungen durch ökologisch höchst fragwürdige Windindustrieanlagen.
.
Der Schlüchterner Zweig der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald muß sich schon fragen lassen, wie er zum
steht, dessen Fazit lautet:
Wir, die Unterzeichner, verweigern uns dem sinnlosen, schädlichen und gefährlichen Ausbau der Windkraft im Wald!
s.a.:

Video DEUTSCHE WILDTIERSTIFTUNG:

Fotoquelle: BI-Winterstein
Unfassbar, was dort im Wald westlich von Friedberg geplant ist.

 

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