VIDEO | Enoch zu Guttenberg: „Die Industrialisierung mit Windanlagen ist ein VERBRECHEN“ + FAZ-Artikel

Mit anderen Worten: All die Raffkes und Profiteure, die unsere heimatlichen Landschaften mit einer Zerstörungsorgie ohnegleichen überziehen, sind also ….


Am 10. April 2018 hat sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter der Überschrift Die Energiewende trifft ins romantische Herz des Themas angenommen. Da der Beitrag kostenpflichtig ist (Tagespass 1,99 €), hier die Hauptpunkte im Überblick:

Der forcierte Windkraftausbau ruft immer wieder Wissenschaftler auf den Plan. Sie bemängeln die fehlende Rücksicht auf gewachsene Kulturlandschaften. Was sie fordern, sind neue Methoden für die ästhetische Bewertung von Landschaftsbildern. […]

Dass die Energiewende inzwischen sehr anschauliche „landschaftsästhetische Folgen“ zeitigt, hat auch das Bundesamt für Naturschutz veranlasst, die Technische Universität Dresden mit einer Untersuchung zu „Landschaftsbild und Energiewende“ zu beauftragen. […]

Bisher waren die stärksten Verbündeten der Windkraftgegner der Rotmilan, die Mopsfledermaus und der Schwarzstorch – geschützte Arten gelten nun einmal als „harte“ Argumente gegen mögliche Windkraftstandorte. Oft aber nur aus reiner Not und einer Sprachlosigkeit, die auf der Erfahrung basiert, dass die Betroffenheit vieler Einheimischer von den gravierenden Eingriffen in die Landschaft in politischen Abwägungsprozessen nicht hinreichend Gehör findet, weil sie als subjektive Befindlichkeit abgetan und manchmal diskreditiert wird. Inzwischen scheint sich angesichts des zunehmenden Windradausbaus ein grundlegender Wandel anzubahnen. Die Diskussion dreht sich nicht mehr nur um die ökologische, sondern zunehmend um die ästhetische Bedeutung gewachsener Kulturlandschaften.
Diese Debatte bringt eine romantische Saite in der „deutschen Seele“ zum Klingen und weist auf grundlegende kulturelle Wurzeln des Protests gegen die Landschaftszerstörungen durch Windindustrieanlagen (wie übrigens einst auch beim Kampf gegen das „Waldsterben“). Es geht um den Erhalt „romantischer“ Landschaft, die weitgehend frei von Zeichen der industriellen Zivilisation ist und so noch ein ganzheitliches Naturerleben erlaubt – sowie ein Empfinden des „Erhabenen“ (Christoph Hennig). Dieses Naturerleben wird von vielen Menschen als existentiell empfunden – und nicht als disponibles Gut, das es für die Raffkes und ideologisierten Bürokraten darstellt (s. das Thoreau-Zitat im Titel dieses Blogs).  Das romantische Naturverständnis hat ja überhaupt erst die Idee des Naturschutzes und der Raumplanung mit hervorgebracht.
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Eigentlich sind die Wurzeln des Naturschutzes im Landschaftsschutz zu suchen“.
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So äußerte sich noch 2003 Prof. Dr. Hubert Weiger, der Vorsitzende des BUND, jener „Naturschutz“-Organisation, die die flächendeckende Landschaftszerstörung ohne Rücksicht auf bedrohte Arten usw. mit vorantreibt, weswegen deren Mitgründer Enoch zu Guttenberg 2012 aus dem BUND austrat  – und seinem ehemaligen Bundesgenossen 2015 die gebührende Antwort auf diese und ähnlich wahrhaftige Aussagen gab.

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