Landschaftszerstörung

Noch spärlicher an der Zahl als stille Leser von Gedichten sind diejenigen, die sich vor Schmerz krümmen, wenn sie sehen, wie mitten im Frieden eine vom Dichter besungene Landschaft verheert vor ihnen liegt, so gemein und hochmütig, so um sich greifend und im Unmaß aufragend, Horizonte sperrend, rücksichtsloser als Feuersbrunst, Rodung, Industrialisierung zusammen … Zum Glück zeigt sich die Unterwelt aufgeschlossen gegenüber neuen Sorten ewiger Büßer und stellt frische Marterqualen bereit: jene nämlich, die mit Windkraft moralische und unmoralische Geschäfte machten, Schänder der Landschaftsseele, sieht man jeden einzeln auf ein Rotorblatt gefesselt und bis auf den Jüngsten Tag im Höllensturm sich drehen.
Der Dramatiker Botho Strauß in DER SPIEGEL 31/2013

„Es gibt in unserer Gesellschaft einen breiten Konsens darüber, welche Landschaft als schön, welche als hässlich empfunden wird“, sagt der Landschaftsarchitekt Frank Roser. Dieser Konsens sei auch empirisch nachweisbar. Als schön empfinden demnach die meisten Menschen, wenn ein Landstrich vielfältig und dynamisch gegliedert ist, mit einem rhythmischen Auf und Ab der Geländeformen, mit vielfältiger Nutzung und v.a. auch mit dem Maßstab der Landschaft angemessenen Siedlungen und Bauwerken – am besten ohne besonders auffällige Elemente der Industriegesellschaft wie Autobahnen, Hochspannungsleitungen, Gewerbegebiete oder auch Windkraftwerke.

Das große Waldsterben 2.0

Es ist schon ein ganz besonderer Irrwitz, dass – tendenziell – genau die Leute, die in den 1980er Jahren die Hysterie um das angebliche Waldsterben anheizten, das dann nicht eintrat, heute für das neue Waldsterben verantwortlich sind. Einstmals ketteten sie sich an Bäume, um sie vor der „Ermordung“ zu schützen – heute lassen sie ungerührt tausende von ihnen in allen deutschen Landschaften mit der Kettensäge umlegen und finden das Ergebnis auch noch „schön“ (Erlebnisbericht über so einen). –
Der seit Jahrzehnten im Natur- und Artenschutz tätige Forstingenieur Martin Görner hat zur größten Waldzerstörung in Deutschland seit Menschengedenken in der Ostthüringer Zeitung vom 16. März 2015 Stellung genommen. Sein Hauptargument:
In Wäldern errichtete Windkraftanlagen schaden auf mehreren Ebenen den komplizierten im Wald stattfindenden biologischen Abläufen und bewirken tiefgreifende Beeinträchtigungen der Waldökologie. […]
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Je Windkraftanlage können bis zu 1 Hektar – also 10 000 Quadratmeter – Wald gerodet werden, was einer ungeheuren Veränderung des dem Wald eigenen „Waldinnenklimas“ entspricht. Es kommt ferner hinzu, dass Windkraftanlagen im Wald dem Klima schaden und die CO2-Konzentration in der Atmosphäre erhöhen. Wirtschaftswälder, in denen Holz geschlagen wird oder in denen Holzvorräte durch forstliche Maßnahmen aufgebaut werden, sind eine wirksame Kohlenstoffsenke.
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Landtagswahl 28. Oktober 2018:

Wer Natur und Menschen quält, wird im Oktober abgewählt!

KEINE POLITIKER & PARTEIEN WÄHLEN, DIE DEN

RAUBZUG AN NATUR, LANDSCHAFT & BÜRGERVERMÖGEN FÖRDERN!

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