Leistungs- & Energiedichte – die natürlichen Grenzen der Energiewende

Seit den Tagen von Wilhelm Busch hat sich nichts an den Grundschwächen mittelalterlicher Windmühlentechnik geändert: Der Wind weht, wann’s ihm passt. Und das reicht eben südlich von Hannover nur für rund 15% Auslastung der Strommühlen. Den Rest darf der Steuerzahler blechen, damit sich die Sinnlospropeller für Investoren lohnen. Das nennt man „Marktwirtschaft“ á la Rot-Grün-Schwarz.

Die komplette Widersinnigkeit der sog. „Energiewende“ zeigt sich überdies, wenn man mal die Physik in Augenschein nimmt. Horst-Joachim Lüdecke, emeritierter Professor für Informatik und Physik hat in der Juni-Ausgabe 2018 der Naturwissenschaftlichen Rundschau „Die naturgesetzlichen Schranken der Energiewende“ thematisiert. Seine Schlüsselbegriffe sind Leistungsdichte und Energiedichte:

  • Leistungsdichte = Leistung/m2
  • Energiedichte = Energie/kg (oder m3)
Lüdecke veranschaulicht die Zusammenhänge am Beispiel der russischen Eisbrecher der Arktika-Klasse, die von zwei kleinen Kernreaktoren angetrieben werden. Müßte deren Gesamtleistung von 55,2 Megawatt statt aus Uran durch Photovoltaik gewonnen werden, wären 5,5 Quadratkilometer mit Solarzellen bestückte Deckfläche nötig. Wollte man den Eisbrecher gar mit Windkraft fahren lassen, müßte man ein Ungetüm konstruieren, das 42 Turbinen des Typs Enercon E 126 (198 m hoch und mit jeweils 1,3 MW Leistung) zu tragen hätte.
.
Die Frage, warum die „Erneuerbaren“ einen derart extremen Aufwand erfordern würden, um einen Arktika-Eisbrecher fortzubewegen, beantwortet sich aus einer simplen Gleichung: Je höher die Energiedichte eines Elements ist, desto weniger Wirkfläche ist für die Leistung nötig. Bei Uran mit einer Leistungsdichte von 300.000 Watt/m2 entfaltet sich die Energie auf der eher kleinen Hüllrohrfläche des Reaktors. Geradezu kümmerlich nimmt sich demgegenüber die Leistungsdichte von Wind (45-200 Watt/m2 der von Turbinenflügeln überstrichenen Fläche) und Sonne (10 W/m2 Solarzellen) aus. Mit anderen Worten: Rein „naturgesetzlich bedingt“ kann auch eine mit heutiger Spitzentechnologie hochgerüstete Windmühle das natürliche Handicap geringer Leistungsdichte niemals überwinden.
Genausowenig, wie sich eine Pferdekutsche mit heutiger Computersteuerung in ein leistungsstarkes Motorfahrzeug verwandle, schreibt Lüdecke, genau so sei die beste Technik machtlos gegen die geringe Leistungsdichte von Wind und Sonne. Das Scheitern der gegenwärtigen deutschen Energiepolitik sei daher naturgesetzlich vorprogammiert, denn:.
.
„Je kleiner die Leistungsdichte einer zur Stromerzeugung genutzten Energieform ist, desto größer müssen die Wirkflächen für die betreffende Methode sein, und desto aufwendiger und kostspieliger ist die Methode.“
Jetzt wissen wir also, warum die Windwahn-Ideologen in ihrem Furor ganz Deutschland mit Subventionspropeller verschandeln: Weil Ideologie den gesunden Menschenverstand ausschaltet (auch ein Art Naturgesetz). Betonköpfe rennen ohne Sinn und Verstand gegen Naturgesetze an, weil die ihnen ihren ideologischen Schrebergarten verhageln.
.
Prinzipiell ließe sich die extrem geringe Leistungsausbeute der „Erneuerbaren“ zwar erheblich steigern, meint Lüdecke. Aber nur, wenn der Flächenverbrauch ohne Rücksicht auf Natur und Mensch ausgedehnt würde. Für eine Stromvollversorgung mit Windrädern etwa wäre „nur“ die Fläche Bayerns zu opfern…
.
FAZIT: Der „Klimaschutzplan 2050“ unserer famosen Regierung erscheint schon heute als „unrealistisch“.
.
Es wird eben garantiert immer teuer, wenn man statt Fachleuten (Physiker z.B.) Ideologen entscheiden lässt (Sozialarbeiter, Lehrer, Theologen), die sich dann in ihrer Not nur noch durch planwirtschaftliche Manipulationen auf Kosten der Allgemeinheit kurzfristig aus der Affäre ziehen zu können meinen. Die Realität wird aber unweigerlich früher oder später das Sagen bekommen. –
*
Wie kommt der deutsche Michel eigentlich dazu, weitgehend widerspruchslos 30 Milliarden Euro Volksvermögen pro Jahr von einer Physikerin mit umstrittener DDR-Dissertation in den Sand setzen zu lassen? Ja, wie kommt der deutsche Michel dazu, diese Totalversagerin und Zukunftszerstörerin 2017 als Bundeskanzlerin wiederzuwählen?
.
Dass wir die einzige Spezies sind, die instabilen Rudelführern folgt und sie sogar wählt und dann auch noch wiederwählt, ist das eine. Das andere ist, dass wir Deutschen offenbar schon immer eine gebrochen Spezies waren, wie Hölderlin in seinem „Hyperion“-Roman 1797 feststellte:
.
‚Ich kann kein Volk mir denken, das zerrißner wäre, wie die Deutschen‘. Dumpf und ohne innere Harmonie seien sie, ‚wie die Scherben eines weggeworfenen Gefäßes‘.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.