+++ Main-Kinzig-Kreis lehnt Windindustriegebiet auf dem Brandenstein „ganz klar“ ab +++

Zur gleichen Stunde, als in Schlüchtern-Elm eine Veranstaltung der BürgerBewegung Bergwinkel über Gesundheitsgefahren durch Windkraftanlagen in den Brandensteiner Forsten? stattfand, ging über die Facebook-Seite von Landrat Thorsten Scholz die Meldung ein, daß der Kreis „ganz klar“ die ablehnende Haltung der Stadt Schlüchtern zu den geplanten Windrädern auf dem brandensteiner Ebertsberg unterstützt:

+++ In Sachen möglicher Errichtung von zwei Windkraftanlagen in Schlüchtern-Elm steht der Main-Kinzig-Kreis ganz klar auf Seite der Stadt Schlüchtern, die das Vorhaben ablehnt. Mit Verweis auf das Hessische Denkmalschutzgesetz hat die Bauaufsicht des Kreises die Pläne jetzt gegenüber dem Regierungspräsidium Darmstadt als „eine mögliche Beeinträchtigung des anerkannten Kulturdenkmals Burg Brandenstein“ bewertet. Nachfolgend unsere heutige Pressemitteilung dazu. +++

Der Main-Kinzig-Kreis äußert sich gegenüber dem Regierungspräsidium Darmstadt kritisch zu einer möglichen Errichtung von zwei Windkraftanlagen im Schlüchterner Stadtteil Elm. Mit Verweis auf das Hessische Denkmalschutzgesetz bewertet die Bauaufsicht die Pläne als „eine mögliche Beeinträchtigung des anerkannten Kulturdenkmals Burg Brandenstein“. Gleichzeitig unterstützt der Main-Kinzig-Kreis den eindeutigen politischen Willen der Stadt Schlüchtern, das Vorhaben abzulehnen. „Wir positionieren uns hier klar an der Seite der Bergwinkelstadt“, sagt Landrat Thorsten Stolz.

In der schriftlichen Stellungnahme aus dem Landratsamt heißt es, dass „die aktuell vorliegenden Visualisierungen zeigen, dass die geplanten Windkraftanlagen die Burg Brandenstein erheblich überragen und zu einem Ungleichgewicht im Erscheinungsbild führen“. Damit werde das als Höhenbefestigung angelegte Bauwerk zweifelsfrei in seiner historischen, künstlerischen und landschaftsprägenden Aussagekraft beeinträchtigt.

Nach dem aktuellen Kenntnisstand plant die juwi-Gruppe im Nordosten der Stadt Schlüchtern zwei Windenergieanlagen des Typs Enercon E-141 mit einer Nabenhöhe von 159 Metern und einem Rotordurchmesser von 141 Metern. Die Standorte der Anlagen befinden sich im Bereich des Ebertsbergs im Forst der Burg Brandenstein.

Wie Landrat Thorsten Stolz erklärt, ist bei der Errichtung von Windkraftanlagen in der Nähe von Kulturdenkmälern grundsätzlich im Einzelfall zu entscheiden, ob eine Beeinträchtigung vorliegt. „Wir erwarten angesichts der klaren Bedenken von der zuständigen Genehmigungsbehörde eine sorgfältige Prüfung der Einwände“, betont er.

Darüber hinaus verweist der Landrat auf die politische Entscheidung der Stadt Schlüchtern, in ihrer Gemarkung keine weiteren Windkraftanlagen zuzulassen. Dazu habe die Stadtverordnetenversammlung am 29. Januar den Magistrat mit großer Mehrheit aufgefordert, „bei Vorlage der Antragsunterlagen vom Regierungspräsidium Darmstadt für zwei Windkraftstandorte auf der Gemarkung Elm das Einvernehmen der Stadt Schlüchtern nicht zur erteilen, sondern das Vorhaben zur Errichtung von Windkraftanlagen abzulehnen.“ Diese klare Haltung der Stadt sei unbedingt zu respektieren, macht Thorsten Stolz deutlich.

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