Verantwortungsvolle Waldbesitzer: Weiterer Windindustrie-Ausbau ist ethisch, ökologisch und ökonomisch nicht zu rechtfertigen

Leser der Lückenpresse blieben mal wieder weitgehend außen vor, als im vergangenen November 23 teils prominente Waldbesitzer (davon 13 aus Hessen) ihre „lieben Mit-Waldbesitzer“ in einem Brandbrief aufforderten, keine weiteren Flächen mehr für Windindustrieanlagen zur Verfügung zu stellen. Überregional gab das Handeslblatt (11.11.2017: Windkraft entzweit Waldbesitzer) dem Appell größeren Raum, regional fiel die Taunus Zeitung angenehm auf (17.11.2017).

Das zweiseitige Anschreiben mit dem Titel „Goldgrube Windkraftanlage? – Eine Schrift zur Aufklärung von Waldbesitzern für Waldbesitzer über wichtige Zusammenhänge der Ökostromförderung, die jeder von uns kennen sollte“ ist ergänzt von einem 14-seitigen Anhang, der die Energiewende unter technischen, ökonomischen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten unter die Lupe nimmt. FAZIT: Der Ausbau der Windkraft ist eine energiewirtschaftliche Sackgasse und es gibt keine Rechtfertigung dafür, dieses System fortzusetzen. Die „gebetsmühlenhaft“ von der Bundesregierung vorgetragene Behauptung einer segensreichen Wirkung ihrer Energiepolitik sei „ein klassisches Beispiel für sog. Fake-News“.

Kernsätze:

»Interessierte Gruppen haben bewusst die Angst der Menschen vor der Klimakatastrophe genutzt, um über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ein Subventionsmodell zu schaffen, das inzwischen bisher unvorstellbare Dimensionen angenommen hat.«

»Kann ein Geschäftsmodell, bei dem die mittleren Erzeugerkosten für ein Produkt ein Mehrfaches des für das Produkt zu erzielenden Marktpreises sind überhaupt erfolgreich sein? Ja es kann! Es kann sogar entlang einer „Wertschöpfungskette“ eine ganze Reihe von Nutznießern produzieren. Man schließt einfach die Deckungslücke zwischen Verkaufspreis und Herstellungskosten per Gesetz, indem man die Verbraucher, die nachweislich keinen Nutzen, sondern nur Schaden von dem Produkt haben, für die Differenz zahlen lässt. […] Ein solches Geschäftsmodell sehen wir als ethisch nicht mehr vertretbar.«

»Dies ist eine der größten Umschichtungen in der deutschen Gesellschaft durch staatliches Handeln seit der Feudalzeit.«

»Für die Einkommensschwachen ist durch die sog. “Disproportionalität“ (d.h. den Schwächsten trifft es am meisten) die Grenze, die das Grundgesetz im Sozialstaatsprinzip verankert hat, nach Ansicht führender Verfassungsjuristen längst überschritten.«

Das Fettgedruckte zum Schluß:

Sollten nicht alle Waldbesitzer die immer auch gegebene soziale Verantwortlichkeit des Eigentums bedenken? Freiheit ohne Verantwortung gibt es in einem dem friedlichen Zusammenleben verpflichteten Gemeinwesen nicht.

Die Nutzung von Eigentum sollte nicht nur in Bezug auf seine Freiheit, sondern auch in seinen Auswirkungen auf andere, auf die Landschaft, die Kulturgüter, die Natur und den Mitmenschen verantwortlich betrieben werden.

Wir müssen noch einmal festhalten: Der Ausbau der Windkraft ist eine energiewirtschaftliche Sackgasse.  Sie trägt zur Bekämpfung des künftigen Klimawandels nahezu nichts bei und vernichtet bereits heute Lebensräume für bedrohte Arten.

Wir, die Unterzeichner, verweigern uns dem sinnlosen, schädlichen und gefährlichen Ausbau der Windkraft im Wald!

Der Brief als Download (PDF 1,14 MB)

Waldbesitzer-Brief

 

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